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Die Köpfe der Propheten
Islamismus, Relativismus und die deutsche
Integration
HORST PANKOW
Es gibt Situationen, die man auch dem „schlimmsten
Feind“ – jener nebulösen Figur in einer masochistischen Redensart
älterer Deutscher – „niemals“, wie es die Redensart will, „wünschen“
würde. Solche Situationen müssen nicht nur durch physische oder
metaphysische Pein gekennzeichnet sein: Nicht selten reicht es aus,
nach einer Abwesenheit, gar nach einem mehrwöchigen Urlaub, vor dem
Stapel der eingegangenen Post, der tückisch flackernden Anzeige des
Anrufbeantworters und der überquellenden Emailbox sich den automatisch
einstellenden Fragen nach dem Vonwem, Wieviel und Biswann
ausgesetzt zu sehen. Aus triftigem Grund hatte man schließlich während
seiner Abwesenheit das Handy weitgehend ausgeschaltet und den Besuch
von Internetcafes und dergleichen tunlichst vermieden.
Abweichungen von diesem Prinzip können verhängnisvoll sein. Das
betrifft auch Leute, deren materielle Reproduktion und
gesellschaftliche Reputation schier unangreifbar zu sein scheint. Wer
in einem Urlaub dem Handyklingeln nicht widerstehen kann und vom
Anrufer zunächst erfährt, dieser „liebe“ die Arbeitsstelle des
Angerufenen, er „fahre oft daran vorbei und wolle nicht erleben, dass
sie nicht mehr da sei“ (1) erschrickt und fürchtet zu Recht zumindest
den Verlust der Quelle materieller Reproduktion. Kirsten Harms, die
Empfängerin einer solchen Instruktion, dürfte zunächst an das Schicksal
benachbarter Arbeitsstellen gedacht haben. Sie ist nämlich Intendantin
der Deutschen Oper Berlin, und schräg gegenüber auf der
anderen Straßenseite liegt das ehemalige Schiller-Theater.
Eine Bühne, auf die sich das alte Frontstadt-Westberlin einiges
eingebildet hatte, wo auch manchmal dem Berliner Frontstadt-Mythos
kokett-provokativ („hier ist die Freiheit“) ins Gesicht gespuckt werden
durfte, doch nur solange, wie in Berlin die Front verlief. In den 90ern
wurde das Schiller-Theater geschlossen; das Gebäude dient heute als
Station für Pauschaltouristen, die von Reisebussen dorthin zu
Billigmusicals und allerlei Werbeveranstaltungen gekarrt werden.
Doch nicht das mögliche Verschwinden des Opernhauses aufgrund der
Rotstiftpolitik des Berliner Senats wollte der Anrufer thematisieren,
sondern dessen höchst materielle Zerstörung durch die physische Gewalt
religiösen Eiferertums. Zum Telefon gegriffen hatte nämlich Erhart
Körting, als hauptstädtischer Innensenator Chef eines weder von
Etatkürzungen betroffenen noch für Opernangelegenheiten zuständigen
Ressorts. Dem „Senator, der in seinem Arbeitszimmer gelegentlich im
Koran liest“ (2) und ebenso gelegentlich Wert darauf legt, in
verschiedenen Moscheen seines Wirkungsbereichs gemeinsam mit den
geschätzten Muslimen beim Gebet fotografiert zu werden, lag die Sorge
um das friedliche Miteinander von Muslimen und Falsch- bzw. Ungläubigen
auf dem Herzen. Anlass seines Anrufs war die von Kirsten Harms geplante
Wiederaufnahme der Mozart-Oper Idomeneo durch den Regisseur
Hans Neuenfels ins Programm der Deutschen Oper, die seit zwei
Jahren nicht mehr aufgeführt worden war. Neuenfels hatte dem
Mozart-Stoff, dessen zentrales Anliegen die menschliche
Selbstbehauptung gegen göttliche Willkür und Infamie darstellt, einige
bemerkenswerte Aspekte möglicherweise abgerungen, auf jeden Fall aber
eindrucksvoll in der Inszenierung ergänzt. Der Titelheld, ein aus dem
Trojanischen Krieg zurückkehrender kretischer König verweigert das dem
Meeresgott Poseidon in Seenot versprochene Menschenopfer, und in einer
Art Epilog lässt Neuenfels seinen Idomeneo als Apotheose menschlicher
Freiheit und Selbstbestimmung nicht nur die Hinrichtung des Menschen
fressenden Meeresgottes vollziehen, auch Buddha, Jesus und dem
Propheten Mohammed – in genau dieser, wohl historisch-chronologisch
motivierten Reihenfolge – schlägt der Kreter die Köpfe ab und
präsentiert die verehrten Häupter schließlich als wahrhafte Popanze dem
je nach Gusto pikierten, empörten oder begeisterten Publikum. (3)
Selbstverständlich sind solcherart Apotheosen von Freiheit und
Selbstbestimmung als ideologische zu werten und der Waffe der Kritik zu
überantworten. Das materielle Sein, das gesellschaftliche Elend, das
die von Idomeneo geköpften Popanze gebiert, wird auch von Neuenfels
nicht thematisiert, geschweige denn ihre Metamorphosen in den Waren-
und Geldfetisch kritisiert. Aber Erhart Körting, liebe Freunde des
dialektischen, historischen und sonstigen Materialismus, hatte ja nicht
als Ideologiekritiker zum Telefon gegriffen. Er fürchtete den Zorn
eines anderen Popanzes, eines Dämons, der gemeinhin als Krieg der
Kulturen firmiert und dessen fatale Berechenbarkeit der
Innensenator mit einem Dossier einer seiner Polizeibehörden (LKA 5)
dokumentierte.
Darin heißt es unter anderem: „Die Neuenfels-Inszenierung könnte in
muslimischen Kreisen zu Assoziationen mit existenten Enthauptungsvideos
der militanten irakischen Islamisten führen. Dies könnte als Aufruf zur
Enthauptung des Propheten Mohammeds bzw. zur Vernichtung des Islams
verstanden werden. Außerdem gilt auch Jesus im Islam als Gesandter
Gottes. Dessen Diffamierung sehen Muslime ebenfalls als Angriff auf den
Islam an.“ Die Inszenierung könne, heißt es weiter, „bei überregionaler
Thematisierung in der Presse zu Auswirkungen auf die Verantwortlichen
der Aufführung sowie – in stärkerem, vorher nicht absehbarem Ausmaß –
die Sicherheitslage in der Bundesrepublik Deutschland und einhergehend
zur Gefährdung von deutschen Einrichtungen im Ausland führen.“ (4) Ein Gefährdungsszenario
also, das hier von der Polizeiprosa freilich völlig Genre untypisch mit
höchster Sensibilität für die Befindlichkeit der möglichen Gefährder
entwickelt wird. Diese Sensibilität gebiert phantastische Resultate:
Dass die symbolische Köpfung eines historischen Religionsstifters auf
der Bühne zu „Assoziationen“ mit der realen Praxis seiner
entschlossensten zeitgenössischen Anhänger führen mag, liegt nahe,
gewiss nicht nur in Bezug auf „muslimische Kreise“. Wenn hingegen eine
Assoziation, die ja eine höchstpersönliche Leistung des Assoziierenden
darstellt, als ein „Aufruf“, der sinnvoller Weise nur von einer dem
Aufgerufenen äußerlichen Instanz ausgehen kann, „verstanden“ wird,
handelt es sich zumindest um ein gravierendes Missverständnis,
wahrscheinlich aber um das Symptom einer mentalen Dysfunktion. Doch die
inhaltliche Aussage übertrifft den formalen Unsinn noch bei weitem.
Versucht man den durch das Wort „dies“ zu Beginn des zweiten Satzes
behaupteten Zusammenhang zwischen den im diskreten Konjunktiv
formulierten Sätzen zu erschließen, ergibt sich folgende Aussage: Weil
auf der Bühne eine Mohammed-Figur geköpft wird, denken die lieben
Muslime quasi automatisch („Assoziation“) an die bestialischen
Verbrechen, die ihre irakischen Glaubensbrüder an „Ungläubigen“,
„Abtrünnigen“ und anderen Missliebigen verüben. Solcherart Assoziieren
lässt in ihnen den Entschluss reifen, nach der Leiche des vor mehr als
1.300 Jahren gen Himmel gerittenen Anstifters dieser Verbrechen zu
fahnden, um ihr in einem magischen Akt postmortaler Gerechtigkeit den
Kopf abzuschlagen. Sollte dies nicht gelingen, wofür ja die gegen jede
Magie verstockte Wahrscheinlichkeit spricht, verfallen sie der Idee,
dem Vermächtnis des Toten ein definitives Ende („Vernichtung des
Islam“) zu bereiten. Weil aber zu Recht bezweifelt werden kann, dass
die Autoren des Berliner Polizeidossiers hier an die Mittel des Argumentierens
und Überzeugens gedacht haben, vielmehr tatsächlich
Massenmord assoziierten, bleibt den geschätzten Muslimen
nichts anderes übrig als sich Intention und Praxis der irakischen
Rechtgläubigen zu eigen zu machen.
Und dann ist da noch Jesus, dessen „Diffamierung“ die muslimische
Klientel des Berliner Innensenators ebenfalls als „Angriff auf den
Islam“ interpretieren könnte. Die Köpfung Buddhas in der
Neuenfels-Inszenierung wird im Polizei-Dossier nicht thematisiert,
vielleicht weil sie den Rechtgläubigen durchaus als gottgefälliger Akt
zu erscheinen vermag. Schließlich hatten auch die Taliban westliche
Technologie als kleineres Übel begriffen, als es den göttlichen Willen
zu erfüllen galt, antike Buddha-Statuen im afghanischen Gebirge durch
den Einsatz solcherart Teufelswerk zu pulverisieren. Aber Jesus, oh
mein Gott! War nicht seine biblisch überlieferte Hinrichtung die
Apotheose seines Lebens, die Erfüllung eines göttlichen Plans? Wurde
Jesus etwa nicht gekreuzigt, sondern diffamiert? Gedenken die Christen
am Karfreitag etwa eines „Angriffs auf den Islam“?
„Der Rückbezug auf Jesus ist ein Rückbezug gegen den Exzess der
kirchlichen Inquisition“, hatte Robert Redeker am 19. September in der
konservativen französischen Tageszeitung Le Figaro behauptet.
Man mag mit Recht die Allgemeingültigkeit dieser Aussage des ehemaligen
Linksradikalen, heutigen Philosophielehrers und Mitherausgebers der von
Jean-Paul Sartre gegründeten Les Temps modernes bezweifeln.
Allerdings nicht die Ergänzung: „Der Rückbezug auf Mohammed verstärkt
hingegen den Hass und die Gewalt.“ Redeker resümierte nach einer recht
langen Reihe von biblischen und koranischen Quellenverweisen in seinem
Sinne folgerichtig: „Jesus ist ein Meister der Liebe, Mohammed ein
Meister des Hasses.“ Vor allem den Koran hatte er gründlich studiert,
aus dessen Lektüre Redeker ein präzises Porträt des Propheten Mohammed
gewann. Dieser sei „Anführer eines unbarmherzigen Krieges, ein
Plünderer, ein Massenmörder der Juden und ein Poligamist“ gewesen. Es
kam dann, wie es kommen musste: Redeker und seine Frau wurden von
muslimischen Rechtgläubigen mit dem Tode bedroht, mussten Polizeischutz
in Anspruch nehmen und untertauchen, nachdem der islamische
Nachrichtensender Al-Dschasira die Hetzpredigt eines
Geistlichen gegen den eigensinnigen Redakteur gebracht hatte.
Ähnlich wie Redeker war es im vergangenen Jahr dem deutschen
Islamwissenschaftler Hans-Peter Raddatz ergangen, einem der ganz
wenigen Vertreter seiner Zunft, die hierzulande ein kritisches
Verhältnis zum Objekt ihrer Forschungen bewahren (vgl. Prodomo
Nr. 2/06). Raddatz hatte sich in einem Interview, das am 16. April 2005
in der Schweizer Weltwoche erschienen war, unter anderem über
die Differenz von Christentum und Islam geäußert: „Wir müssen den Kern
christlichen Denkens, also die individuelle Erlösung und
Eigenverantwortung vor Gott, von der profanen gewaltbereiten Ideologie
des klerikalistischen Christentums trennen, die in der Aufklärung
politisch überwunden wurde. Ebenso sollten wir zur Kenntnis nehmen,
dass islamisches Sein nicht vom Kampf gegen den Nichtislam zu trennen
ist. Vereinfacht lässt sich sagen, ein Christ missbraucht seine
Religion, wenn er Gewalt anwendet, und ein Muslim missbraucht seine
Religion ebenso, wenn er Gewalt nicht anwendet.“ Wegen dieser und
anderer Äußerungen erschien im Herbst vergangenen Jahres in Form eines
„Gebets“ die folgende Verfluchung auf dem Internet-Portal Muslim-Markt:
„Wenn der Islam so ist, wie Herr Raddatz es immer wieder vorstellt,
dann möge der allmächtige Schöpfer alle Anhänger jener Religion
vernichten! Und wenn Herr Raddatz ein Hassprediger und Lügner ist, dann
möge der allmächtige Schöpfer ihn für seine Verbrechen bestrafen und
diejenigen, die trotz mehrfacher Hinweise auf die verbreiteten
Unwahrheiten von Herrn Raddatz immer noch darauf bestehen, auch.“ Nicht
nur Raddatz wertete damals diese Sätze als kaum kaschierten Aufruf zum
Mord. Auch die zuständige Oldenburger Staatsanwaltschaft verlautete,
man müsse „vom Schlimmsten ausgehen“, es bestehe „die Gefahr eines
zweiten Falles Theo van Gogh.“ (5) Raddatz wurde daraufhin zwar unter
Polizeischutz gestellt, das Verfahren gegen die Betreiber des Muslim-Marktes
wegen öffentlicher Aufforderung zu einer Straftat aber im August dieses
Jahres eingestellt.
Das hierzulande herrschende justizielle Desinteresse an der
Strafverfolgung islamischer Mordhetzer scheint dem in Frankreich zu
gleichen, nicht jedoch die öffentliche Auseinandersetzung. In
Frankreich wurde „der Fall Redeker“ (6) zum Skandal. Zwar ertönen auch
dort Stimmen, die dem Bedrohten wegen seiner „Provokation“ eine
Mitschuld an seiner misslichen Lage zuweisen, doch treffen diese auf
erheblichen Widerspruch. Nicht nur Lehrerverbände und Gewerkschaften
stellten sich hinter den Bedrohten. In der Tageszeitung Le Monde
veröffentlichten am 3. Oktober zwanzig prominente Intellektuelle einen
viel beachteten Aufruf zur Solidarität mit Robert Redeker. Sie schlagen
harsche Töne an, wenn sie erklären, die Drohungen gegen den Redakteur
stellten „einen extrem gewalttätigen Angriff auf die nationale
Souveränität“ dar. Und an die Beschwichtiger gerichtet, erklären sie:
„Eine Todesdrohung wird in unserem Land mit völliger Straflosigkeit
geäußert – und das ist absolut unzulässig.“ Selbst eine von
islamophilen Tendenzen nicht freie Organisation wie die „Reporter ohne
Grenzen“ beklagen neben ihrer Kritik an Redeker, der angeblich den
„gemäßigten“ Moslems die Artikulationschancen verbaue, den „immer
häufiger vorkommenden Rückgriff auf die Drohung, die Zensur“ und
stellen fest, dass die islamischen Reaktionen auf den Artikel seinem
Autor Recht geben würden, „wenn er auf das Risiko einer ‚ideologischen
Überwachung’ hinweist, der man widerstehen müsse.“ (7)
Wieweit diese Überwachung gerade hierzulande bereits installiert ist
und Wirkung zeigt, dokumentieren alltägliche Fälle: Zum Beispiel
die Verschiebung eines Spielfilms aus dem ARD-Hauptprogramm auf einen
spätabendlichen Termin, vorgeblich aus Gründen des so genannten
„Jugendschutzes“. Gegen das „harte Integrationsdrama ‚Wut’“, in dem ein
türkischer Jugendlicher seine Mitschüler drangsaliert, waren laut Tagesspiegel
vom 24. September „Vorwürfe wegen Gewaltszenen und
Ausländerfeindlichkeit laut geworden.“Zum Beispiel auch die
Schließung der unter anderem gegen Islamismus und Antisemitismus
engagierten Website typoskript.net– durch ihre Betreiber
selbst. „Wenn man publizistisch gegen Islamisten, Terror-Apologeten und
ihre friedensbewegten Freunde anschreibt“, erklärte die Typoskript-Redaktion
kürzlich in einer letzten Mitteilung an die Leser, „kann das unangenehm
werden. Nicht allein die staatliche, vorauseilende Forderung, nur nicht
die feinfühligen Freunde des Propheten oder ihre
‚antiimperialistischen’ Bundesgenossen zu provozieren, sondern gerade
die außerstaatliche, illegale Bedrohung und Einschüchterung wird zum
Problem. Um aktuelle und ehemalige Autoren und insbesondere deren
Freunde und Familien zu schützen, wo nur das Schweigen Schutz
wenigstens suggeriert, haben wir beschlossen: TYPOSKRIPT.NET geht
offline.“
Weniger alltäglich ist hingegen der Fall Ratzinger. Dem deutschen Papst
hatten manche einen klugen Schachzug von strategischer Reichweite
zugetraut, als dieser Mitte September auf seiner Deutschland-Tournee in
der Regensburger Universität eine Vorlesung zum Thema Religion,
Vernunft und Gewalt gehalten hatte und dabei scheinbar marginal auf die
gewalttätige Ausbreitung des Islams eingegangen war. Benedikt XVI.
hatte aus dem Dialog des spätbyzantinischen Kaisers Manuel II. mit
einem „gebildeten Perser“ zitiert, um seine kirchengeschichtlich gewiss
unhaltbare Definition des Christentums als einer Religion, die
Aufklärung und Vernunft zu ihren tragenden Säulen zähle und daher
gewaltsame Missionierung ablehne, zu belegen. „Zeig mir doch“, soll
Ratzinger zufolge der Kaiser dem Perser gesagt haben, „was Mohammed
Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden
wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte,
durch das Schwert zu verbreiten.“ (8) Die Spekulation, der
Stellvertreter des katholischen Gottes habe, um die Zwangsläufigkeit
der kommenden islamischen Reaktionen wissend, mit einer vorsätzlichen
Initiative das „christliche Abendland“ zur Entschlossenheit bei der
Verteidigung seiner „Werte“ motivieren wollen, schien nicht
unberechtigt. Denn zunächst geschah wieder alles so, wie es leicht
vorherzusehen war: Papstpuppen und gelegentlich sogar deutsche Flaggen
wurden in der islamischen Welt verbrannt, in den Palästinensergebieten
wurden christliche Kirchen in Brand gesetzt, in Somalia eine Nonne
ermordet. Die Reaktionen des legendären „Abendlandes“ beschränkten sich
auf Aufrufe zur „Mäßigung“ und – zum „Dialog“. Ob der Anlassgeber
dieser Manifestationen gottgefälligen Volkszorns nun von einer recht
profanen Angst vor seiner heiligen Courage ergriffen ward oder sich der
weltlichen Argumentation im von ihm repräsentierten Kulturkreis beugte,
mag später entschieden werden. Der Mann, der – falls es einmal zu einer
Revision kommen sollte – als „Benedikt der Wankelmütige“ in die
vatikanischen Annalen eingehen könnte, ging auf spektakuläre Weise in
die Knie. Bislang einmalig in der an Merkwürdigkeiten so reichen
Geschichte des Katholizismus widerrief ein Papst das kurz zuvor
Gesagte. „Die Worte Manuels II. sind nicht meine persönliche Meinung“,
erklärte Ratzinger in einer öffentlichen Ansprache („Generalaudienz“)
auf dem Petersplatz. Er habe, „um das Auditorium in die Dramaturgie und
die Aktualität des Themas einzuführen, einige Worte aus einem
christlich-islamischen Dialog des 14. Jahrhunderts zitiert, in dem der
christliche Gesprächspartner (…) in einer für uns unverständlich
barschen Weise dem islamischen Gesprächspartner das Problem zwischen
Religion und Gewalt präsentiert. Das Zitat eignete sich leider dazu,
missverstanden zu werden. Für den aufmerksamen Leser meines Textes wird
aber klar, dass ich mir in keiner Weise diese negativen Worte zu eigen
machen wollte (…) und deren polemischer Zusammenhang nicht meine
persönliche Überzeugung zum Ausdruck bringt.“ (9)
Das wurde von den Adressaten so verstanden, wie es gemeint war und
folgerichtig ließen sie nicht locker. Zwei Tage nach der Abbitte des
Benedikt war diese in Kairo Anlass zur Begehung eines „Tages des
friedlichen Zorns“, zu der ein prominenter Prediger im Sender Al-Dschasira
aufgerufen hatte. Der Kairoer Korrespondent einer deutschen Tageszeitung
liefert eine Impression von der dort stattgehabten Meinungsbildung: „In
einer spontanen Kundgebung wandte sich die Muslimbrüderschaft auf dem
Moscheenhof anschließend [nach dem Freitagsgebet - H. P.] an die
Gläubigen: ‚Die Papstrede war kein Fehler, sondern ist Teil der
Kreuzzüge’, verkündete der Chef der Muslimbrüder im ägyptischen
Parlament, Muhammad Hilmi. Der Papst habe die Muslime noch zweimal
beleidigt, führte er fort: das erste Mal, als er erklärte, dass die
Muslime ihn nicht verstanden hätten. Und das zweite Mal, als er an die
Öffentlichkeit ging, um zu sagen, dass es ihm leid tue, die Muslime
verärgert zu haben.“ (10) In einem anderen deutschen Blatt hatte jemand
die Ergebnisse einer Sichtung der „islamischen Reaktionen auf den
Papst“ vorgelegt und dabei auch ein Schnäppchen vom Muslim-Markt,
der sich angeblich als „gemäßigtes Forum für Muslime in Deutschland“
verstehe, präsentiert. Dessen Lektüre macht deutlich, dass es
christlicherseits überhaupt nicht ausreicht, sich für eine einzelne
Beleidigung des Islams zu entschuldigen, wenn doch das gesamte
Christentum eine solche darstellt: „Was Benedikt XVI. zitiere, habe mit
dem Islam nichts zu tun, es gebe kaum Muslime, die glaubten, ‚dass Gott
unvernünftig handelt’. Unvernünftig sei das Christentum, ‚denn ein
allmächtiger Gott, der ohnehin alles erschaffen hat, hat keinen Sohn,
und es widerspricht jeglicher Vernunft, dass Gott einen Menschen
schaffen muss, um die Sünden der Menschheit auf ihn zu laden, wenn doch
er allein die Sünden vergibt. Und die Tatsache, dass der Papst eine der
heiligsten Frauen aller Zeiten als ‚Gottesmutter’ diffamiert und damit
gleichzeitig Gotteslästerung betreibt, haben Muslime im Rahmen des
gegenseitigen Respekts und der Toleranz immer hinuntergeschluckt.’“ (11)
Mit einem Feind, den man nicht besiegen kann (will oder darf, sollte
man hier noch hinzufügen), sei es besser, sich zu verbünden, will eine
alte Weisheit wissen, und vielleicht hatte der Vatikan sie sich zu
eigen gemacht, als Benedikt am 25. September Botschafter islamischer
Staaten und Vertreter islamischer Vereinigungen in Italien empfing und
ihnen das folgende Bündnisangebot unterbreitete: „In einer Welt, die
vom Relativismus bestimmt ist und zu oft die Transzendenz aus der
Universalität der Vernunft ausschließt, brauchen wir zwangsläufig einen
echten Dialog zwischen den Religionen und Kulturen, der uns helfen
kann, gemeinsam und im Geist der Zusammenarbeit alle Spannungen zu
überwinden.“ (12) Würde dieses Angebot akzeptiert, könnte der
gemeinsame Feind einer katholisch-islamischen Ökumene also
„Relativismus“ heißen. Das bestätigte am gleichen Tag auch ein
Redakteur von Radio Vatikan im Berliner Inforadio:
Es sei ein Irrtum zu glauben, Vatikan und Islam stünden auf
unterschiedlichen Seiten, sie befänden sich vielmehr „auf einer Seite
gegen den Relativismus“. Da konnte der Relativist noch einmal aufatmen,
als er Tags später von der Ablehnung des Angebots durch die
Außenminister der „Konferenz Islamischer Staaten“ erfuhr. (13)
Die symbolische Köpfung der Religionsstifter in der Berliner Idomeneo-Aufführung
dürfte nicht nur dem Vatikan wohl als Musterbeispiel praktizierten
Relativismus gelten. Dennoch zeigte sich die hauptstädtische
Öffentlichkeit keineswegs erfreut über die Absetzung. Vom Regierenden
Bürgermeister über den Staatsminister für Kultur und Medien bis zur
Bundeskanzlerin waren sich (fast) alle einig: So geht es aber nicht.
Diverse Berufsverbände, sogar kirchliche Würdenträger und vor allem die
Massenmedien schlossen sich an, gelegentlich vergaßen liberale
Tageszeitungen ihre islamophile Selbstverpflichtung: „In Indien und in
Iran werden vermutlich schon die ersten Mozart-Puppen zur Verbrennung
vorbereitet. Schließlich dürfte der Komponist aus islamischer Sicht
ohnehin als problematisch gelten: In seiner ‚Entführung aus dem Serail’
kommen die Muslime ja auch nicht so gut weg.“ (14) Zunächst wurde der
Schwarze Peter der Opernintendantin zugeschoben, ihr wurde
„Selbstzensur“ und „vorauseilender Gehorsam“ vorgeworfen. Dann wurde er
an den Innensenator weitergereicht, der durch eine „verfehlte
Gefährdungsanalyse“ für „blinden Alarm“ gesorgt habe. Schließlich habe
sich zuvor, abgesehen von einer anonymen Anruferin bei der
Bundespolizei, die den ganzen Wirbel ausgelöst habe, noch niemand, vor
allem nicht aus muslimischen Kreisen, über die geplante Neuaufnahme der
Inszenierung beschwert. Einer reichte zwar seine Beschwerde
nachträglich ein – Ali Kizilkaya, Chef des so genannten „Islamrates“
begrüßte die Absetzung, denn „eine Oper, in der die Gefühle der Muslime
verletzt werden, sollte gar nicht erst auf den Spielplan kommen“ (15)
-, das ging aber im allgemeinen Trubel unter, außerdem war der
Beschwerdeführer ein geschätzter Teilnehmer der in der Woche des
Opernskandals ebenfalls in Berlin beginnenden Ersten Deutschen
Islam-Konferenz.
Verwunderlich war die Aufregung vor allem aus zwei Gründen. Erstens
war nicht nur denkbar, sondern so gut wie sicher, dass aus islamischer
Sicht die Aufführung nicht ohne militante Reaktionen bleiben würde, war
sicher, dass in der derzeitigen Situation einer in Europa auf geringen
Widerstand stoßenden islamischen Offensive solche Reaktionen
zwangsläufig erfolgen würden. Als der Schwarze Peter noch bei der
Intendantin lag, breitete der Tagesspiegel die „Szenarien“
eines „Sicherheitsexperten“ aus: „Islamisten mischen sich ins Publikum
der Oper und stören die Aufführung. Vor der Oper demonstrieren Muslime.
‚Oder es gibt einen Anschlag’, sagt der Experte. ‚Irgendein islamischer
Sektierer aus Berlin oder einer, der aus dem Ausland geschickt wurde,
greift Mitarbeiter oder Besucher an. So wie es bei Theo van Gogh in
Holland war. Oder es kommt ein Attentäter und sprengt sich in die
Luft.“ Das Blatt ergänzt: „Deutsche Sicherheitskreise können sich
mühelos vorstellen, dass der blutige Anschlag von Amsterdam in Berlin
wiederholt wird.“ (16) Zweitens war eine Neuauflage der
deutschen Haltung im so genannten „Karikaturenstreit“ zu erwarten
gewesen. Noch im Frühjahr dieses Jahres zeigte sich der größte Teil der
Öffentlichkeit bereit, angebliche politische Grundwerte wie Meinungs-,
Presse- und Kunstfreiheit zumindest teilweise zur Disposition zu
stellen, würde dies Gram und Zorn der lieben Muslime nur lindern.
Was anlässlich der Mohammed-Karikaturen im dänischen Jyllands-Posten
zumindest als anstößig, weil „geschmacklos“ und „unverantwortlich“
galt, wurde nun fast zur staatsbürgerlichen Tugend erhoben. In einem Kunst
darf alles überschriebenen manifestartigen Kommentar im Tagesspiegel
deklamierte der Autor: „Die Freiheit der Kunst – die Freiheit
beispielsweise, auf der Bühne auch Jesus und Mohammed als abgeschlagene
Pappköpfe vorzuführen – ist lediglich die zugespitzte Form einer
Freiheit, die für uns alle selbstverständlich ist, weil sie die
Grundlage unserer Selbstentfaltung bildet.“ Mit solcherlei Elan
ausgestattet gelangte der Kommentator schließlich zu bemerkenswerten
zeitgeschichtlichen Erkenntnissen: „Die unausweichliche Schwäche des
aufgeklärten Westens ist es, dem rigiden Anspruch des Islamismus nicht
im Diskurs begegnen zu können. (…) Mit dem Sowjetsystem ließ sich
formal über Freiheit streiten, weil dies ein Wert war, den der
Bolschewismus gleichfalls für sich reklamierte. Mit dem Islamismus gibt
es diese sei’s auch nur ritualisierte Diskursmöglichkeit nicht, weil
diesem die eigenen Werte als schlechthin nicht verhandelbar, als im
Sinne der Freiheit relativierbar gelten.“ Und am Textende wurde es dann
ziemlich kämpferisch: „Wehret den Anfängen. Hierzulande ist die Mahnung
mit der eigenen, unheilvollen Geschichte aufs Engste verknüpft. Aus dem
Schrecken der Nazi-Barbarei entstand der unbedingte Respekt vor den
Freiheitsrechten der Einzelnen. Sie sind im Weltmaßstab mehr denn je
bedroht.“ (17)
Wird nun etwa das von den geschlagenen Parteikommunisten erträumte antifaschistische
Berlin durch die Sieger von 89/90 realisiert? Wer nur den Anflug
einer solchen Idee verspürt, sollte sich noch einmal den zentralen
Terminus des oben zitierten Aufrufs prominenter französischer
Intellektueller zur Solidarität mit Robert Redeker vor Augen führen. Er
lautet „gewalttätiger Angriff auf die nationale Souveränität“. Dass
eine solche Souveränität in Frankreich, einem Land gelungener
Aufklärung, bürgerlicher Revolution und antifaschistischer Resistance
anders als hier – nämlich im republikanisch-demokratischen Sinne –
konnotiert wird, bedeutet ja nicht, dass die deutsche Elite auf den
darin enthaltenen Anspruch eigener Machtausübung ebenso klaglos
verzichten will wie das deutsche Staatsbürgervolk auf die Früchte des
Kalten Krieges in Form politischer und wirtschaftlicher Rechte. Im
Gegenteil: Mag man den Islam als sozialen Ordnungsfaktor und
geopolitischen Verbündeten schätzen, mag man ihm mit Achselzucken die
Durchsetzung der Scharia in Berlin-Neukölln und anderen so gut wie
„aufgegebenen“ Stadtbezirken gestatten, mag man seine Ausbreitung in
den Elendsregionen der marktwirtschaftlich malträtierten Welt als
Potential gegen den US-amerikanischen Konkurrenten begrüßen, und mag
man noch so sehr von seiner Durchsetzungskraft fasziniert sein – auf
keinen Fall aber will man sich von ihm in die Suppe spucken lassen.
Insofern hatte der Berliner Opern-Skandal einen präventiven Charakter:
Der Islam in Deutschland, der Islam als Deutschlands geopolitischer
Verbündeter soll auch ein deutscher Islam sein. Dies gegen den
Eigensinn des Klienten durchzusetzen, bedarf besonderen
Fingerspitzengefühls. Darüber verfügt derzeit offenbar vor allem einer:
Wolfgang Schäuble, Bundesinnenminister. „Und er, der Christ“,
frohlockte der Tagesspiegel, „hat sich nicht gestört am
geköpften Jesus, an Neuenfels’ fundamentaler Religionskritik, die den
Buddhismus und den Islam mit einschließt. So viel Freiheit der Kunst
kann er ertragen. So viel Respekt vor der Kunst erwartet er auch von
anderen. Es ist eine Frage von Grundsätzen und Werten.“ (18) Ihm, dem
Christen, wurde die ernste Aufgabe übertragen, den Islam in Deutschland
mit dem Mittel der Ersten Deutschen Islam-Konferenz
tatsächlich einzudeutschen. Zunächst stand das Ende September
mit einem pompösen Auftakt im Berliner Schloss Charlottenburg begonnene
Projekt unter keinem guten Stern. Schäuble, dem es vor allem auch darum
geht, im Laufe der Konferenz einen organisatorisch definierten
islamischen Ansprechpartner herauszubilden, mit dem er am liebsten „ein
Konkordat mit dem Islam“ (19) schmieden möchte, hatte sich gleich zu
Beginn wegen eines gröblichen Schnitzers bei der Einladungspraxis zu
verantworten. Neben vier „großen“ islamischen „Dachverbänden“ war auch
die von „rechtgläubigen“ Moslems verachtete „Alevitische Gemeinde
Deutschland“ eingeladen worden, dazu eine Reihe von Einzelpersonen, die
von der taz zu „Beispielen für eine gelungene Integration“
ernannt worden waren. Dazu zählen eine Anwältin, eine Zahnärztin,
ein Fernsehproduzent, eine Islamkritikerin, ein Generalsekretär
am Europäischen Integrationszentrum Berlin-Brandenburg, ein Schriftsteller,
ein Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde und ein Publizist.
(20) Damit hatte Schäuble eine Reihe von Personen zu Muslimen
ernannt, die in der Mehrzahl qua Selbstdefinition – und was anderes
sollte in solchen Angelegenheiten zählen? – gar keine sind. Gäbe es
hierzulande Antirassisten in der traditionellen semantischen
Bedeutung des Wortes, hätte dies für sie ein tatsächlicher Anlass sein
können, den deutschen Immenminister des Rassismus zu zeihen, hatte er
doch Menschen einfach aufgrund ihrer (möglicherweise sogar
unterstellten) geographischen Herkunft – neudeutsch: ihres
Migrationshintergrundes – zu Muslimen ernannt. So blieb die
Kritik den Islamischen vorbehalten: „,Wenn sich an der Konzeption der
Islam-Konferenz nichts ändert, stellt sich ernsthaft die Frage, ob die
Verbände so einfach mitmachen werden’, sagte der Generalsekretär des
Zentralrats der Muslime, Aimam Mayzek. Die vier großen Dachverbände (…)
müssten die Hauptansprechpartner sein. Dass Schäuble auch
Einzelpersonen eingeladen habe, die für eine liberale und säkulare
Variante des Islam stehen, laufe dem zuwider. (…) Auch der Vorsitzende
des Islamrates, Ali Kizilkaya, kritisierte die Zusammensetzung des
Treffens. Die meisten der eingeladenen Einzelpersonen hätten sich
bisher ‚nicht durch Frömmigkeit’ hervorgetan.“ (21)
Islamische Frömmigkeit und deutsch-politische Frömmigkeit
stellen in diesem Land gewiss keine unvereinbaren Gegensätze dar.
Dennoch darf man gespannt sein, wer aus den ab 9. November (ohne dieses
Datum macht’s der deutsche Geschichtsdämon offenbar nicht) geplanten
„Arbeitsgruppen“ und „Gesprächskreisen“ als betrogener Betrüger
hervorgehen wird.
Anmerkungen:
(1) taz berlin vom 27. 09. 2006
(2) Tagesspiegel vom 29. 09. 2006
(3) Die Frankfurter Rundschau (28. 09. 2006) erwähnt in
diesem Zusammenhang einen „Vermerk“ des Berliner Polizeipräsidenten.
„Man ermittelte auch, wie das Publikum auf die abgeschlagenen Köpfe auf
der Bühne reagierte. Bei Jesus habe es Protestrufe gegeben, bei Buddha
Gemurmel und bei Mohammed Schweigen.“
(4) Zitiert nach: Der Tagesspiegel ebenda.
(5) Siehe Jungle World Nr. 50, 2005.
(6) Berliner Zeitung vom 02. 10. 2006.
(7) Zitiert nach: Telepolis, 03. 10. 2006. Verfügbar unter:
http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=23677&mode=print.
(8) Zitiert nach: FAZ vom 16. 09. 2006.
(9) Zitiert nach der Website Radio Vatikan. Die Stimme des Papstes
und der Weltkirche vom 20. 09. 2006. Verfügbar unter:
http://oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=95935.
(10) taz vom 23./24. 09. 2006.
(11) FAZ vom 16. 09. 2006.
(12) Zitiert nach: Radio Vatikan. Die Stimme des Papstes und der
Weltkirche vom 25. 09. 2006. Verfügbar unter:
http://www.oecumene.radiovativana.org/ted/Articolo.asp?c=96585.
(13) „Nach Berichten italienischer Zeitungen haben die Außenminister
(…) sich nicht mit den bisherigen Klarstellungen und Hinweisen auf
Missverständnisse begnügt. Auch das Bedauern des Papstes darüber, dass
seine Äußerungen (…) die religiösen Gefühle von Muslimen hätten
verletzen können, reichte den Vertretern von 57 ganz oder mehrheitlich
muslimischen Staaten nicht aus.“FAZ vom 28. 09. 2006.
(14)Süddeutsche Zeitung vom 27. 09. 2006.
(15) Die Welt vom 27. 09. 2006.
(16) Der Tagesspiegel vom 27. 09. 2006.
(17) Der Tagesspiegel vom 01. 10. 2006.
(18) Der Tagesspiegel vom 27. 09. 2006.
(19) FAZ vom 30. 08. 2006.
(20) taz vom 28. 09. 2006.
(21)Süddeutsche Zeitung vom 27. 09. 2006.
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